Was der Skipass kostet und ab wann Kinder voll zahlen
Die Skiarea Campiglio Dolomiti di Brenta rechnet nach drei Altersgruppen ab, und die Grenzen liegen niedriger, als viele Eltern erwarten. In der Saison 2025/26 kostete der Tagespass in der Hochsaison für Erwachsene rund 85 Euro. Kinder bis acht Jahre zahlten etwa 43 Euro, Jugendliche zwischen neun und siebzehn rund 60 Euro. Beim Sechs-Tage-Pass lagen die Beträge bei ungefähr 424, 212 und 297 Euro.
Rechnet man das für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Grundschulalter zusammen, kommt man für eine Skiwoche allein beim Liftticket in den vierstelligen Bereich. Eine pauschale Gratisregelung für die Kleinsten, wie sie andere Verbünde anbieten, ist im regulären Tarif nicht vorgesehen; dafür greift der niedrigste Tarif immerhin bis einschließlich acht Jahre.
Eine Alternative für Familien, die ohnehin nicht von morgens bis abends fahren, ist der sogenannte Starpass: Abgerechnet wird nur die tatsächlich gefahrene Zeit, mit einer garantierten Ermäßigung über die Saison. Wer mit einem Sechsjährigen unterwegs ist, der um halb zwei genug hat, fährt damit oft günstiger als mit dem Tagesticket. Die Anlagen laufen üblicherweise von 8.30 bis 16.30 Uhr.
Zum Skipass kommt die Leihausrüstung. Für ein Kind, das jedes Jahr eine Schuhgröße wächst, ist Mieten fast immer sinnvoller als Kaufen; gerechnet werden muss trotzdem mit einem dreistelligen Betrag pro Kind und Woche, Helm eingeschlossen. Helme sind in Italien für alle unter achtzehn Jahren auf der Piste vorgeschrieben. Wer vorab reserviert, bekommt am Anreisetag passende Größen, statt zwischen den letzten Restpaaren zu wählen.

Kids on Ski: das Angebot, das die Rechnung verändert
Der größte Hebel für Familien mit kleinen Kindern heißt Kids on Ski. Kinder zwischen drei und sechs Jahren bekommen dabei Skikurs, Leihausrüstung, Skipass für die Kursdauer und die Übernachtung im Zimmer der Eltern kostenfrei, wenn ein zahlender Erwachsener mitreist. Es handelt sich um ein Programm mehrerer Alpenregionen, an dem die gesamte SkiArea mit Madonna di Campiglio, Pinzolo und Folgarida-Marilleva teilnimmt.
Zwei Bedingungen entscheiden darüber, ob es für euch gilt. Erstens richtet sich das Angebot ausdrücklich an Kinder, die noch nie auf Skiern standen. Zweitens gilt es nur in festgelegten Wochen zwischen Dezember und April, und nicht in den Feiertagszeiträumen. Wer flexibel ist und ein Kind im passenden Alter hat, sollte den Reisezeitraum um diese Termine herum planen, nicht umgekehrt.
Der Kurs läuft halbtags. Das ist realistisch: Ein Vierjähriger, der vormittags zwei Stunden im Schnee war, isst mittags und schläft nachmittags. Für Eltern heißt das aber auch, dass ein Ganztagsprogramm zusätzlich gebucht werden muss, wenn beide fahren wollen.
Skischulen und Kinderbetreuung
Im Ort und am Campo Carlo Magno arbeiten mehrere Skischulen, darunter die Scuola Italiana Sci e Snowboard Rainalter und die Skischule am Campo Carlo Magno. Kurse für Drei- und Vierjährige sind Standard, die Gruppen sind dabei kleiner und der Unterricht spielerischer angelegt.
Die Rainalter-Schule betreibt mit der Baita del Bimbo und dem Baby-Miniclub eine Betreuung wenige Schritte vom Ortszentrum, in der Kinder ihre ersten Schneetage zwischen Spielgeräten verbringen, statt gleich auf dem Übungshang zu stehen. Für Kinder unter drei ist das häufig die passendere Lösung als ein Skikurs.
Wichtig bei der Auswahl: Der Treffpunkt entscheidet über den Tagesablauf. Kurse am Campo Carlo Magno liegen ein Stück außerhalb, oberhalb des Ortes an der Passhöhe. Wer im Zentrum wohnt, fährt morgens mit dem Skibus dorthin. Das ist machbar, muss aber eingeplant werden, wenn der Kurs um halb neun beginnt und das Kind noch frühstücken soll.

Familienhotels: Lage schlägt Ausstattung
Madonna di Campiglio hat eine Hotellandschaft, die aus der Zeit der österreichischen Sommerfrische stammt und entsprechend gehoben ist. Familienzimmer, Hallenbad und Kinderbetreuung am Nachmittag findet man in vielen Häusern, gerade in der gehobenen Mittelklasse. Der Preis liegt allerdings über dem, was vergleichbare Häuser in den Nachbartälern kosten.
Drei Fragen sind vor der Buchung wichtiger als die Sternezahl. Erstens: Wie weit ist es zum Skibus oder zur nächsten Talstation, mit Skischuhen und Kindern gerechnet? Zweitens: Gibt es ein früheres Abendessen für Kinder, oder wird um 19.30 Uhr für alle gleichzeitig aufgetischt? Drittens: Ist ein Parkplatz dabei, oder muss das Auto ins Parkhaus?
Zur Ausstattung, die im Alltag zählt, gehören ein Trockenraum für Schuhe und Handschuhe, ein Skiraum im Haus statt eines Depots am Lift und ein Aufenthaltsraum für Regennachmittage. Ein Hallenbad ist angenehm, ersetzt aber keinen Ort, an dem ein Sechsjähriger um vier Uhr nachmittags spielen kann, ohne dass jemand nochmal in Skischuhe steigt.
Wer die Rechnung drücken will, wohnt nicht im Hauptort. Pinzolo im Val Rendena und Folgarida oder Dimaro auf der Val-di-Sole-Seite sind spürbar günstiger und über die Skiverbindung an dasselbe Gebiet angeschlossen. Auf der Folgarida-Seite liegen zusätzlich die Family Parks mit Kinderland, was mit Kleinkindern schwerer wiegt als ein Wellnessbereich.

Anreise mit dem Auto und wohin damit im Ort
Die Anfahrt läuft über die Brennerautobahn A22. Von Norden nimmt man die Ausfahrt San Michele all’Adige oder Trento Nord, von Süden Rovereto Sud oder Trento Sud. Von der Autobahn sind es je nach Ausfahrt rund 73 bis 92 Kilometer, die überwiegend über Landstraßen führen und im Winter deutlich länger dauern als der Kilometerstand vermuten lässt.
Es gibt zwei Wege hinauf. Der südliche führt über Tione ins Val Rendena und dann durch Pinzolo hinauf. Der nördliche führt über das Val di Sole und Dimaro auf die Passhöhe Campo Carlo Magno. Beide sind gut ausgebaut, beide können bei Neuschnee zäh werden. Winterreifen oder Ketten sind Pflicht, und daran ändert auch ein Allradfahrzeug nichts.
Im Ort selbst gilt in Teilen eine Verkehrsbeschränkung. Zur Unterkunft darf man in der Regel fahren, das Dauerparken auf der Straße ist aber eingeschränkt; es gibt Parkhäuser und bewirtschaftete Flächen. Wer eine Woche bleibt, lässt das Auto ohnehin am besten stehen, weil der Skibus die Talstationen abdeckt.
Wenn ihr am Anreisetag früh dran seid, lohnt ein Zwischenstopp in Trento, direkt an der Autobahn. Das Castello del Buonconsiglio mit seinen Türmen und Wehrgängen bricht die Fahrt für Kinder gut auf.
Die zweite Möglichkeit in derselben Stadt ist das Wissenschaftsmuseum MUSE, das auch für einen späteren Schlechtwettertag taugt.
Wann buchen und welche Wochen sich lohnen
In der Saison 2025/26 lief der Betrieb vom 23. November bis zum 12. April, und dieser Rahmen ist ein guter Anhaltspunkt für die Planung. Die Randtermine sind planbar, weil rund 95 Prozent der Pisten beschneit werden können; im April hängt es dann eher an der Sonne als am Schnee, wie lange die unteren Abschnitte halten.
Die Saison läuft üblicherweise von Ende November bis Mitte April. Die teuersten Wochen sind Weihnachten, Neujahr und die Karnevalszeit, wenn italienische und deutsche Ferien zusammenfallen. Am ruhigsten und günstigsten ist die Zeit nach dem 6. Januar bis Ende des Monats: Die Pisten sind gut, die Skischulgruppen kleiner, die Hotelpreise moderater.
Für die Kids-on-Ski-Wochen und für die Skischulplätze in den Ferien gilt dasselbe wie überall in den Alpen: Wer im Oktober bucht, hat die Auswahl, wer im Dezember anfragt, nimmt, was übrig ist. Beim Skiverleih lohnt es sich, Kindergrößen vorab zu reservieren, statt am Anreisetag im Laden zu stehen.
Beliebte Familien-Aktivitäten in Madonna di Campiglio
🏡 Familienunterkünfte in Madonna di Campiglio
☀️ Praktische Tipps für euren Familienurlaub
- Kids on Ski nur für Kinder von drei bis sechs, die noch nie auf Skiern standen, und nur in festgelegten Wochen außerhalb der Feiertage.
- Beim Starpass wird nur die gefahrene Zeit abgerechnet, das lohnt sich mit Kindern, die mittags aufhören.
- Skikurse am Campo Carlo Magno liegen oberhalb des Ortes, den Weg mit dem Skibus in den Morgenablauf einrechnen.
- Beim Hotel vorher nach einer früheren Essenszeit für Kinder und nach dem Parkplatz fragen.
- Günstiger wohnt man in Pinzolo, Folgarida oder Dimaro und fährt auf Skiern ins Hauptgebiet.
- Winterreifen oder Ketten sind auf beiden Zufahrten Pflicht, auch mit Allradfahrzeug.
Häufige Fragen
Was kostet der Skipass in Madonna di Campiglio für Kinder?
Wie funktioniert Kids on Ski?
Ab welchem Alter nehmen die Skischulen Kinder?
Wie kommt man mit dem Auto nach Madonna di Campiglio?
Kann man im Ort parken?
Welche Wochen sind am günstigsten?
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